KIRCHAICH (SAWE)

„Wildwechsel“ forderte die jugendlichen Fährtensucher

Auf die Spur des Rehs, die sie in direkter Nachbarschaft ihrer Kindertagesstätte fanden, machten sich die ...

Jede Woche streifen die Kinder der Kindertagesstätte St. Josef Kirchaich durch Felder und Fluren. Letzte Woche machten sie im feuchten Boden eine Entdeckung: Rehspuren! Die Aufregung war groß und so machten sich die Kinder auf die Spur des Rehs. Gut dass Julian Bayer nicht nur der Leiter ihrer Kindertagesstätte ist, sondern auch Wildnispädagoge.

Er hatte Antworten auf die vielen Fragen, vieles probierten die Kinder aber auch selbst aus. Schnell waren einige Fragen geklärt, etwa ob das Reh alleine unterwegs war, wo es hingegangen ist – aber auch, was so ein Reh frisst. Auf ihrer Wanderung übten die Kinder mit Zweigen, wie es sich anfühlt, ein „Geweih“ zu tragen. Durch ein brachliegendes Feld hindurch spielten sie „Wildwechsel“ und erlebten so auch, wie schwer so ein Reh zu entdecken ist, auch wenn es gar nicht weit weg ist. Für die Frage, was ein Reh frisst, fanden die Naturdetektive ein Indiz: Einen angebissenen Maiskolben brachten sie mit in den Kindergarten, um ihn genauer zu untersuchen. „Nur wer etwas kennt und mit eigenen Händen und Augen erfährt, will es auch schützen“, erklärte Julian Bayer seinen pädagogischen Ansatz. Mit Natur- und Umweltpädagogik lernen die Kinder Zusammenhänge, die früher noch selbstverständlicher waren, als die Menschen direkt mit und von der Natur lebten.

Viel Spaß hatten die Kinder beim „Wildwechsel“, lernten dabei aber auch, wie spät man ein Reh erkennt, ...