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Gute Erinnerungen an Freising

Nach seiner schweren Verletzung vor zwei Jahren ist Pascal Marx längst wieder eine feste Stütze in der ...

SE Freising – ESC Haßfurt

Nach dem Schlusspfiff des knappen 7:6-Auftakt- und Derbysiegs gegen die Kissinger „Wölfe“ vor fünf Tagen herrschte die einhellige Meinung: Das macht Lust auf mehr! Dementsprechend groß ist auch die Vorfreude auf die erste Auswärtspartie der Haßfurter „Hawks“ am Sonntagabend in der „Weihenstephan-Arena“ bei der SE Freising. ESC-Coach Martin Reichert ist „vorsichtig optimistisch, dass die Mannschaft auch dort besteht“.

Eine Voraussetzung gebe es allerdings: „Wir müssen von Anfang hellwach sein und wie gegen Bad Kissingen Einsatzwillen an den Tag legen“, blickt der Sylbacher auf einen sehr gut besetzten Freisinger Kader. „Ich denke schon, dass es ein recht enges Spiel geben wird.“ Dabei verweist er auf Leistungsträger wie etwa Pavel Hanke, Bernhard Weinzierl, Marcus Mooseder, Felix Kammermeier und Patrick Holler, die weiterhin an Bord sind. Neu verpflichtet wurden neben Sebastian Kröger (EC Pfaffenhofen) und Michael Zollo (TSV Erding) noch die ehemaligen Haßfurter Martin Oertel (Bad Kissingen) sowie Martin Dürr vom EV Fürstenfeldbruck, der in der Saison 2012/2013 mit 54 Scorerpunkten in 27 Partien ESC-Topscorer war.

Frischen Wind erhoffen sich die Verantwortlichen der Oberbayern nicht zuletzt vom ebenfalls neuen Trainer Heinz Zerres. Der einstige Bundesligaspieler (unter anderem stand der inzwischen 70-Jährige für Landshut oder Mannheim auf dem Eis) ist Martin Reichert bestens bekannt, schließlich war Zerres Ende der 70-er Jahre auch beim damaligen Zweitligisten SG Nürnberg an der Bande verantwortlich und ließ den damals 15-jährigen ESC-Coach erste „Seniorenluft“ schnuppern. Heute trifft Reichert seinen ehemaligen Trainer noch regelmäßig bei Lehrgängen. Zuletzt arbeitete Zerres für den Bayernligisten EC Pfaffenhofen und wechselte im Sommer zu den Münchener Vorstädtern.

Kein Wiedersehen gibt es derweil mit dem einstigen Haßfurter Kapitän und Publikumsliebling Markus Waldvogel, der berufsbedingt zu den „Mammuts“ Richtung Schongau weitergezogen ist.

In der vergangenen Saison standen die Freisinger Puckjäger nach der Vorrunde in der Landesliga Gruppe 2 mit drei Zählern Vorsprung vor Bad Aibling an der Spitze. Die Zwischenrunde mit zehn Partien allerdings verlief dann gar nicht nach den Vorstellungen der Verantwortlichen: Mit nur acht Zählern beendete die Mannschaft als Tabellenletzter die Saison. Und auch die Auftaktpartie der Spielzeit 2017/2018 wurde vergeigt, denn beim Auftritt in Burgau kassierten die „Schwarzen Bären“, die bereits am Freitagabend gegen Ulm/Neu-Ulm antreten, eine 2:5-Niederlage.

Ein gutes Omen für ein gutes Ergebnis der „Hawks“ am Sonntag ist sicher auch die bisherige recht erfolgreiche Bilanz der Gastspiele in Freising: Während sie in der Saison 2014/2015 bei der 5:6-Penaltyniederlage zumindest einen Punkt mit nach Haus brachten, waren es 2010/2011 (7:4) und 2012/2013 (4:1) jeweils alle. „Ich hoffe natürlich, dass sich dieser Trend fortsetzt und wir am Ende als Sieger nach Hause fahren können“, betont Martin Reichert, der keine Ausfälle zu beklagen hat.

Aufgebot ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Köhler – Hacker, Marco Hildenbrand, Max Hildenbrand, Stahl, Vollert, Marx, Thebus – Lang, Franek, Krepelka, Breyer, Kinereisch, Kurz, Hümmer, Dietrich, Sramek, Babkovic.